Kia Venga
08.01.2010
Der gelungene Spagat

Der Verkehr war dicht, die Straßen querten Furchen und Rillen, das Navigationsgerät kam mit den Abzweigungen nicht klar, und der Schwarm von Mopeds war einfach nicht abzuschütteln. Unterwegs im Kia Venga an der Peripherie von Rom, ein Abstecher an den Lido di Ostia, eine Spritztour nach Frascati, wo die Patriziervillen der richtig reichen Römer stehen. Dort endlich Auslauf die kurvige Straße den Hügel hinauf, über wintergrüne Alleen und wieder hinunter, den Albaner See entlang.
Der Kia Venga war ein treuer Gefährte, der ohne zu Murren alles mitmachte und die Unannehmlichkeiten der Teststrecke deutlich abmilderte. So beispielsweise den teils schlechten Straßenbelag, der vom ausgewogenen Fahrwerk hervorragend abgefedert wurde. So auch die Hektik des Verkehrs dank freundlichem Wohlfühl-Interieur und großzügiger Rundumsicht. Und nicht zuletzt die potenziellen Konfliktsituationen mit anderen Verkehrsteilnehmern, denen mit direkter Lenkung und flinker Wendigkeit ausgewichen werden konnte.
Ein Auto für mehrere Zwecke
Auf der IAA 2009 feierte der Kia Venga seine Weltpremiere, in Österreich wird er ab Jänner angeboten. Das neue „Multi Purpose-Vehicle“, kurz MPV, wurde im Kia-Designzentrum im deutschen Rüsselsheim entwickelt und wird im Hyundai/Kia-Europawerk im tschechischen Nosovice produziert. Das ausschließlich auf dem europäischen Markt angebotene Modell ist damit ein waschechter Europäer, wie Kia-Sprecher betonen.
Mit dem Venga will Kia seinen Imagewandel weg von der Billigmarke hin zum qualitativ anspruchsvollen Mainstream-Modellanbieter untermauern. „Der B-Segment-MPV ist noch ein relativ junges Fahrzeugkonzept. Die Nachfrage nach diesem Fahrzeugtyp ist in den vergangenen zwei Jahren zwar gesunken, aber wir sind überzeugt, dass dieser Trend sich umkehren wird“, sagt Benny Oeyen, Direktor Marketing und Produktplanung von Kia Motors Europe.
Die im Zuge der Ökoprämie getätigten Autokäufe zeigten jedenfalls bereits einen klaren Trend zu kleineren Fahrzeugen. Auf diesen reagieren nun auch andere Hersteller, die neue attraktive B-Segment-Modelle in der Pipeline haben.
Kia Venga setzt Massstäbe
Der 4,07 Meter lange Venga bietet einen langen Radstand von 2,62 Meter, der einen großzügigen Innenraum ermöglicht. Mit einer Dachhöhe von 1,60 Meter und Platz sparend angeordnete Komponenten bietet der Venga soviel Platz wie ein C-Segment-Modell. Besonders praktisch ist die in Längsrichtung verschiebbare Rückbank, mit der sich je nach Bedarf Passagierraum oder Gepäckabteil vergrößern lassen.
In Österreich geht der Kia Venga in vier Ausstattungsniveaus an den Start. Bereits der Einsteiger Venga Cool bietet alle relevanten Sicherheitsfeatures sowie Klimaanlage, CD-Radio mit USB und iPod-Anschluss. Beim Venga Motion kommen unter anderem eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und eine Klimaautomatik dazu. Das Topmodell Venga Active Pro bietet schließlich eine Komplettausstattung inklusive Rückfahrkamera, elektrisch einklappbare Außenspiegel und Sitzheizung.
Kia gewährt für den neuen Venga eine umfassende 7-Jahres-Garantie: Fünf Jahre (oder 150.000 km) auf das gesamte Fahrzeug, sieben Jahre (oder 150.000 km) auf dem Antriebsstrang. Hinzu kommen zehn Jahre Garantie gegen Durchrostung.
Technik
1,4l CVVT Benziner mit Start&Stop-System66 kW/90 PS
1,6l CVVT Benziner mit Start&Stop-System92 kW/125 PS
1,4l CRDi Diesel mit Start&Stop-System55 kW/75 PS
1,4l CRDi Diesel mit Start&Stop-System66 kW/90 PS
1,6l CRDi Diesel, mit Start&Stop-System85 kW/115 PS
Preise: ab € 15.990 (Cool 1,4 CVVT 90 PS) bis € 21.990 (Active Pro 1,6 CRDi 115 PS)

KFZ-WIRTSCHAFT
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