20.05.2010
Transporteure gegen Baustopp bei der A5
"Es ist für die Transportwirtschaft von großer Bedeutung, die A5 nach der zu Beginn des Jahres 2010 erfolgten Fertigstellung des Südabschnitts von Eibesbrunn bis Schrick jetzt zügig und nahtlos in Richtung Grenze weiterzubauen. An der bis zum Jahr 2014 geplanten Fertigstellung des 34 km langen Nordteils sollte keinesfalls gerüttelt werden", wendet sich Wolfgang Herzer Obmann des WKO-Fachverbandes Güterbeförderung gegen Überlegungen der Asfinag, diese wichtige Europa-Magistrale aus Kostenersparnisgründen zu einem "Fleckerlteppich" zu degradieren. Die notwendigen Mittel für den Weiterbau seien im 2009 beschlossenen Konjunkturpaket des Bundes bereits enthalten.
Investition in die Zukunft
Herzer verweist auf Aussagen von Verkehrsministerin Doris Bures aus dem Vorjahr, wonach die durchgehende A5 als leistungsfähige Straßenverbindung neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung auch zur Entlastung der Bevölkerung und zur Verkehrssicherheit gebraucht werde. Investitionen in Straße und Schiene seien immer auch Investitionen in die Zukunft.
Die A5 Nordautobahn wird als Hauptverkehrsträger die beiden vitalen Wirtschaftsräume Wien und Brünn vernetzen und damit Standortqualität und wirtschaftliche Dynamik erhöhen. Als überregionale Verbindung bedeutet die durchgehend zweispurig (plus Abstellstreifen) geplante Autobahn dank der vorgesehenen vier Anschlussstellen eine leistungsfähige und sichere Verbindung für den aufstrebenden Wirtschafts- und Kulturraum Weinviertel, betont Fachverbandsobmann Herzer.
"Katastrophe für regionale Wirtschaft"
In einer Presseaussendung hatte der Obmann der Bezirksstelle Mistelbach der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Rudolf Demschner, am Wochenende einen möglichen Baustopp als "Katastrophe für die regionale Wirtschaft" bezeichnet. Es gehe nicht nur darum, den Verkehr aus den transitgeplagten Ortschaften herauszubringen, sondern insbesondere auch darum, den Raum nördlich von Mistelbach attraktiv für Betriebsansiedlungen und touristisch schnell erreichbar zu machen.
Aus verkehrspolitischer Sicht ist die A5, so Herzer abschließend, nicht zuletzt ein wichtiger Teil des PPP-Projekts "Ostregion Ypsilon", das auch Strecken der S2 und der S1 umfasst. Es ist Teil des Regionenrings, der nach dem für 2018 vorgesehenen Endausbau die gesamte Ostregion vernetzen und optimal an die Nachbarländer Österreichs anbinden wird. Zudem wird der Regionenring dem Stadtgebiet von Wien eine Verkehrsentlastung bringen.



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