Continental bringt mit „360°“ ein echtes Reifen...
17.02.2010
Rund um g’sund

„Große Flotten mit internationalem Tätigkeitsgebiet wollen Partner haben, die sich auch über die Landesgrenzen hinweg auf einem konstant hohen Leistungsniveau begleiten", machte Dr. Michael Korpiun, Leiter Flottenvertrieb und Marketing, anlässlich eines Roundtable-Gesprächs in Berlin deutlich.
Dabei handelt es sich nicht nur um ein Pannenservice, sondern um alle Dienstleistungen rund um den Reifen aus einer Hand. Die Deutschen sind damit die ersten in der Reifenbranche, die sich auf dieses Parkett wagen – nicht ungefährlich, da man sich gegenüber dem Kunden sehr stark verpflichtet: Von der Anschaffung der Reifen, über Soforthilfe im Pannenfall, Runderneuerung, regelmäßige Betreuung und Kontrolle des Fuhrparks bis hin zur betriebswirtschaftlichen Auswertung aller anfallenden Kosten.
„Diese angebotenen Serviceleistungen kann ein einzelner Händler nicht garantieren", sagt Korpiun, und nahm auch gleich all jenen den Wind aus den Segeln, die eine damit einhergehende Produktverteuerung befürchten. Man dürfe nicht nur den reinen Anschaffungspreis sehen, so Korpiun, „vielmehr müssen die Gesamtlaufzeit einschließlich Runderneuerung und Kraftstoffeinsparung aufgrund eines hervorragenden Rollwiderstands berücksichtigt werden!"
Das Besondere beim Conti-Rund-um-Sorglospaket: Erstmals hat es ein Reifenhersteller geschafft, die Leistungen zu standardisieren, was auch klar definierte Preise umfasst.
Im Klartext: Egal ob der Flottenbetreiber in Südfrankreich oder Norditalien aufgrund eines Reifenschadens strandet, muss er seine Leistungen nicht mehr zu „Tagespreisen" einkaufen.
Continental verspricht europaweit Verhandlungssicherheit und ein klar definiertes Angebot zu fest kalkulierbaren Kosten – ganz gleich in welchem Land der Firmensitz ist und wo die Fahrzeuge unterwegs sind. Korpiun: „Diskussionen über Qualität und Umfang der Leistungen fallen somit weg!"
Bedarf durchaus gegeben
Ein Thema das Flottenbetreiber bewegt, wie sich zum Roundtable-Gespräch in Berlin zeigte. Continental bat europaweit tätige Transporteure vor den Vorhang. Der Fuhrparkleiter von Schmidt/Heilbronn, pikanterweise mit dem Namen Hoyer, kennt die Problematik rund um die Preisgestaltung bei Reifenpannen, vor allem in Südeuropa. „In Sizilien sind sie froh, überhaupt einen Reifen zu bekommen, unser zweites Lieblingsland diesbezüglich ist Frankreich", plauderte er über die Reifenprobleme in der Praxis. Das familiengeführte Unternehmen Schmidt disponiert 800 eigene Silozüge, grundsätzlich sei man an dem neuen Conti-Service sehr interessiert, auch wenn man nicht zuletzt auch in Sachen Reifen schon längst ein sehr intensives Fuhrparkmanagement betreibt. „Wir haben u.a. einen internen Wettbewerb unter den Fahrern, der auch die Kontrolle des Reifendrucks bzw. der Profiltiefe umfasst", so Martin Hoyer. Im Silotransport müssen die Auflieger ohnedies nach jeder Fuhre gereinigt werden, „in jedem unserer Reinigungscenter sind Luftdruckkontrollgeräte installiert. Längstens alle zwei Wochen muss der Reifendruck geprüft werden, ich selbst schaffe das bei einem Sattelzug in acht Minuten, das kann man auch von einem Fahrer verlangen!"
Oft genug haben die Reifenhersteller schon auf die Wichtigkeit des Reifendrucks verwiesen, auch auf den Treibstoffverbrauch hat dieser Umstand erheblichen Einfluss. Somit erscheinen Module des „360°"-Angebots wie z.B. die Zustandskontrolle (siehe Kasten) noch wichtiger als das reine Pannenservice. „Natürlich ist es das schlimmste, wenn ein Lkw herumsteht", weiß auch Conti Lkw-Chef Herbert Mensching, trotzdem liege die Reifen-Pannenfallquote in Europa lediglich bei 3 bis 7 Prozent. Was aus seiner Erfahrung viel mehr zähle, sei die permanente Analyse und Betreuung: „Der Reifen, der den besten Luftdruck gehabt hat, geht als letzter kaputt", brachte er den Diskutanten in Berlin eine Reifen-Binsenweisheit näher.
Flottenvertrag nach Anforderungsprofil
Dass sich das neue Conti-Angebot jedoch nicht nur an Großflotten richtet, war Dr. Korpiun im Rahmen der Diskussionen bemüht zu untermauern. „Durch den modularen Aufbau unseres Leistungsangebots können sich unsere Kunden ihren Conti-Flottenvertrag je nach Unternehmensgröße und Einsatz genau auf ihr Anforderungsprofil zusammenstellen." Das beginne bei der Wahl zwischen klassischem Reifenkauf oder Kilometerverträgen über Flottenservices wie Zustandskontrolle und Ersatzmanagement bis hin zur differenzierten Bereitstellung von Fuhrparkdaten für die betriebliche Kostenkalkulation. „Damit ist der Conti 360 ° Flottenservice in der Tat ein Rundum-Angebot für die Flottenbetreiber, das es in dieser Art und Angebotstiefe bislang nicht gegeben hat", so Korpiun abschließend. Auch kann das Reifenhandling als komplettes Outsourcing an die Continental-Partner übergeben werden – spätestens dann haben Lkw-Betreiber ihre Reifenkosten genau im Überblick. Martin Hoyer von Schmidt zitierte dazu, was er von seinem Chef immer wieder zu hören bekommt: „Einen Transporteur, der seine Kosten nicht kennt, den wird’s morgen nicht mehr geben!"
Maßgeschneidert auf spezifische Bedürfnisse
Das Conti 360°-Paket ist in verschiedenste Module aufgeschlüsselt, im Detail umfasst es Folgendes: Die kontinuierliche Analyse und Betreuung der Nutzfahrzeugbereifung im Rahmen der „ContiFleetChecks" begleitet den Einsatz der Reifen über die gesamte Lebensdauer bis hin zur planmäßigen Ersatzbeschaffung. Nach Ende der Reifenlaufzeit kann der Continental-Kunde auf den professionellen Karkassenservice „ContiCasingManagement" zurückgreifen. Während der gesamten Einsatzdauer des Premium-Reifens kann der Kunde die reifenrelevanten Daten und Zustandsberichte im Rahmen der „FleetManagementReports" durch Conti-Experten analysieren lassen. Auf Kundenwunsch liefern die Conti „360° Fleet Services" alle Kosten- und Einsatzdaten rund um die Lkw-Bereifung als spezifisch aufbereitete Daten direkt in die betriebseigene Fuhrparkkostenkalkulation. Und im Pannenfall gibt’s – dank Nutzung der ADAC TruckService-Kompetenzen, vor allem im Callcenter-Bereich – einen Ansprechpartner für ganz Europa, und das in der Muttersprache.
M.D.

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