Nutzfahrzeugmarkt
17.02.2010
Einbruch europaweit
Die Neuzulassungen seien von 316.000 schweren Lkw im Jahr 2008 auf über 164.600 Einheiten abgestürzt, informierte der ACEA in Brüssel. Die massive Absatzkrise habe keinen europäischen Markt verschont. Mit einem Absacken von 39,4 Prozent auf den extrem niedrigen Stand von 10.100 Lkw von mehr als 16 Tonnen sei der Dezember 2009 für die Lkw-Produzenten besonders hart gewesen. Insgesamt seien 146.500 Gewerbefahrzeuge neu zugelassen worden, was im Vergleich zum Dezember 2008 einem Schwund von 10,6 Prozent entspreche. In diesem Jahresendmonat hätten sich die osteuropäischen Märkte überraschenderweise etwas stabiler gezeigt als die in Westeuropa. Im gesamten Jahr 2009 sei die Lkw Markteinbuße europaweit dicht an die 50-Prozent-Marke herangerückt, bilanziert der Europa-Verband. Für die seit 2004 der EU beigetretenen Staaten registriert er in diesem Marktsegment einen deprimierenden Absturz der Geschäfte um rekordverdächtige gut zwei Drittel, so dass nur noch rund 15.400 schwere Trucks die Produzenten verließen. Erholung nicht in Sicht Mit 36 Prozent und damit nur einem Drittel an Verlusten rangiert Polen über dem Negativdurchschnitt der osteuropäischen EU-Neuländer. Auch das renommierte EU-Autoland Frankreich ist durch eine Reduzierung von über 20 Prozent schmerzlich getroffen worden. Mit kläglichen 416.200 verkauften Fahrzeugen im gesamten Vorjahr habe es auch die dortige Branche kalt erwischt. Die Kfz-Industrie in Deutschland ist mit einem Abbau der Neuzulassungen von Transportern und Lkw aller Klassen sowie von Bussen um nicht weniger als 27,7 Prozent auf tiefer Talfahrt gewesen. Unter dem Strich habe sie mit lediglich 242.200 veräußerten Produkten dieser Fahrzeugkategorien einen herben Verlust verbuchen müssen. Europa habe insgesamt die geringe Verkaufszahl von etwas über 1,7 Millionen Nutzfahrzeugen zu verkraften. Eine solide Erholung der Nachfrage ist nach ACEA-Ansicht nicht in Sicht.

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